Religionspädagogische Praxis

(mit allen Sinnen erleben)

jede Einheit bzw. jedes Thema verläuft in etwa folgendermaßen ab:

Hinführungsphase

Zu Beginn werden die Kinder gesammelt: äußerlich durch einen Sitzkreis um eine Mitte und innerlich werden sie zur Ruhe, zur Stille geführt. Sie werden dann auf das Thema vorbereitet. Dazu eignen sich folgende Übungen:

Farben - Tücher

  • Tuch in die Mitte: Wer trägt hier alles diese Farbe? Wo im Raum sehe ich diese Farbe? Was kann alles z.B. gelb sein?
  • Tücher austeilen, Farbtupfer - Tuch verschenken
  • Tücher der Reihe nach fallen lassen
  • sich über das Tuch verbinden
  • mit den Tüchern einen Kreis, Weg, Mitte, Gegenstand (z.B. Haus) legen.

Reifen

  • Reifen oben, unten weiterreichen
  • Reifen kreisen lassen, sobald er ruhig am Boden liegt, klatschen, Augen öffnen, ...
  • Reifen zurollen - "Hallo $NAME, schön dass du da bist"
  • Mitte vom Kreis suchen (Außen - Innenkreis)
  • wie viele Kreise haben wir? (Mittekreis, Stuhlkreis, Fußkreis, ...)
  • jemand mit dem Reifen einfassen
  • Bilderrahmen, Spiegel
  • um den Reifen herumgehen

Klangschale - Cymbel

  • Ton hören. sobald kein Ton mehr zu hören ist, Augen öffnen
  • Ton schenken, jemanden rufen
  • Cymbel weitergeben, derjenige der die Cymbel hat, hat das Wort, gibt den Ton an

Kugel - Schüssel

(Holzkugel, Gummiball, Murmel, Holzperle) - (tiefe, flache Holzschale, Glasschüssel, Tonschüssel)
  • Kugel in der Schüssel kreisen lassen
  • Kugel am Boden kreisen lassen
  • Kugel im Reifen kreisen lassen, mit den Augen beobachten
  • versuchen, die Kugel in der Mitte der Schüssel zum Stillstand zu bringen
  • auf den Ton der Kugel hören
  • Kugel rollen
  • Schüssel mit Kugel wandert von einem Kind zum anderen

Seil

  • am Seil zum Kreis - zur Gemeinschaft finden
  • Seil erzählen lassen
  • Seil durch die Hände laufen lassen
  • Seil knoten, Spannung ins Seil bringen
  • geknotetes Seil entwirren
  • Seil hochheben, niederlegen
  • Seil ablegen, rund ordnen
  • Anfang und Ende vom Seil
  • Mitte suchen, mit Tüchern auslegen

Gegenstand

  • verhüllt herumreichen, Kinder sollen raten
  • Schritt für Schritt entdecken lassen (enthüllen)
  • einzelne Kinder hinein schauen lassen (nicht verraten)
  • Gegenstände in einem Korb verdeckt ertasten lassen

Begegnungsphase

Bei der Begegnungsphase sollen die Kinder dem Inhalt bzw. Thema, sowie den anderen Kindern begegnen. Sie werden mit der Geschichte vertraut gemacht, durch hören, mitspielen, mitgestalten, singen, ...

Gestaltungsphase

Die Kinder verinnerlichen dann das Gehörte. Sie bringen ihre Eindrücke zum Ausdruck und verarbeiten so den Inhalt. Dies kann auf vielfältige Weise geschehen (Lied, Tanz, Malen, Spiel).
Kinder legen z.B. mit unterschiedlichen Materialien ein Bodenbild über die Geschichte, die sie gerade gehört haben oder auch nur über einen angesprochenen Gedanken.

Deutungsphase

Zum Schluss wird nun das Gehörte gedeutet, auf unser Leben bezogen. Wir hinterfragen und fragen nach. Die Deutungsphase kann jedoch bereits vorher immer wieder vorkommen.


Kleiner Hinweis am Rande: Es handelt sich hierbei um eine Stichpunktsammlung (ach nee), die uns von Gerda nach ihrem Vortrag zur Verfügung gestellt hat. Man muß das Ganze probiert haben, um sich vorstellen zu können, wie es abläuft. Die ersten zwei- dreimal kann es auch daneben gehen - bis alle beteiligten verstanden haben, worum es geht (oder so). Für weitere Informationen stehen euch Gerda und Oliver sicher gerne zur Verfügung.

Zuletzt geändert: