Öffentlichkeitsarbeit in der Jungschar

Wenn Außenstehende nach ihrem Bild von der Jungschar gefragt werden, bekommt man eher den Eindruck als ob wir ein reiner Spielverein wären ohne ernsthafte Hintergründe.

Dies sollte der Jungschar einmal Anlaß geben, um über ihr Bild in der Öffentlichkeit nachzudenken. Denn dieses Bild beeinflußt ja auch die Akzeptanz und Anerkennung, die wir von außen erfahren.

  1. Wie können wir die Öffentlichkeit besser auf uns aufmerksam machen?

  2. Welches Bild von der Jungschar soll in die Öffentlichkeit getragen werden?

  3. Wie kann die Jungschar (vor Ort und auf Landesebene) erreichen, daß sie von der Öffentlichkeit und der Umwelt als gleichberechtigte und "erwachsene" Institution ernst genommen wird?

Zu Beginn haben wir uns mit dem Begriff "Öffentlichkeitsarbeit" auseinandergesetzt. Jeder von uns denkt dabei an etwas anderes. Die nachfolgenden Gedanken haben wir auf ein Stück Papier niedergeschrieben: Plakate, Informationsabende, Zeitungen, Werbung, Jungscharfilm, Flugzettel, Aktionen, Messen, Information, Kirchenzettel (Pfarrbrief), immer und überall präsent sein, Gemeindeblatt usw.

Was ist Öffentlichkeitsarbeit konkret

  • Informieren: Ich will etwas unter die Leute brigen, was für sie wichtig sein kann.
  • Werben: ich wil etwas unter die Leute bringen, das in meinem Interesse liegt.

Öffentlichkeitsarbeit liegt dazwischen und ist die Balance zwischen Information und Werbung.

So kann Öffentlichkeitsarbeit gelingen

  • Imagepflege - Anlaßwerbung
  • Immer präsent sein - die Leute wollen wissen, daß es uns gibt, wer zu uns gehört, was wir machen. Das Vertrauen des Kunden wird gestärkt, wenn er merkt: Wir sind etwas Langlebiges. Anlaßwerbung wirkt am besten, wenn der Konsument die Institution schon kennt, die eine Veranstaltung organisiert.
  • Zielgruppe
  • Hier gilt: Wer alle erreichen will, wird niemand erreichen. Deshalb: Die Zielgruppe einschränken. Je klarer sie ist, umso mehr Menschen fühlen sich angesprochen. Wer Jugendliche ansprechen will, schaut am besten von professionellen Plakaten ab. Originalität zählt!
  • Markenzeichen - Logo
  • Es soll immer und überall präsent sein, wo die Institution mit dabei ist.
  • Mediale Vielfalt
  • Die Öffentlichkeitsarbeit soll möglichst breit angelegt werden. Beispiel: Verschicke ich immer nur Falter, werde ich jene, die sowas von Grund auf nicht lesen, nie ansprechen. Deswegen sollte man die sich bietenden Möglichkeiten nutzen (Zeitungen, Plakate, Internet, usw.)
  • Wieder- Wieder- Wiederholung - regelmäßig!
  • Persönlichkeit
  • Wer steckt dahinter? Ein Mensch wirkt besser als ein Ding. Deswegen: Leitwort am Anfang - es gibt jemanden, der mit seinem Namen dazu steht. Mehr als 2 - 3 Personen sollten allerdings nicht an die Öffentlichkeit treten, auch wenn ein Team dahintersteht. Wo gibt es Informationen? Mit Namen, nicht nur die Institutionen. Wenn jemand Informationen braucht, weiß er gleich, an wen er sich wenden soll.
  • Plausibilität
  • Die Botschaft muß einleuchtend sein. Was ich bringe, muß mit der Art, wie ich es bringe, übereinstimmen. Beispiel: Umweltschutzverein - Umweltschutzpapier.
  • Meinungsführer
  • Vorwort, Leitartikel - der Mensch, der dahintersteht, soll auf die Zielgruppe abgestimmt sein. Beispiel Bereich KJS, Meinungsführer 1. Vorsitzende. BILLIGSTER TRICK: Zitate mit Namen dazu darf man verwenden, ohne vorher zu fragen.
  • Selbstbewußtes Auftreten
  • Keinen Konjunktiv verwenden (nicht "wir hoffen, daß..." sondern "wir wissen, daß..."). Aussagen statt Fragestellungen, Tätigkeiten statt Hauptwörter, viele Eigenschaftswörter benutzen.
  • Bildhaft auftreten
  • Der Kunde soll möglichst schnell im Kopf ein Blick zum Angebotenen haben. Deshab: Sprechende Begriffe verwenden, wo im Kopf sofort was passiert.

    (aus: "Öffentlichkeitsarbeit", Behelf der SKJ)



Ihr macht euch sicher Gedanken darüber, wie Ihr für Eure Veranstaltungen, Feiern usw. genügend Teilnehmer gewinnen könnt. Hier nun ein konkretes Beispiel wie ein Ferienlager im Sommer beworben werden kann. Dieses Beispiel kann man ohne weiteres auch für die Bewerbung einer anderen Veranstaltung hernehmen: z.B. Kinderfest, Jungscharmesse, Gruppenstunde, Elternabend, usw.

  • Wie mache ich auf mein Ferienlager aufmerksam?
  • Verschiedene Werbeträger können da nützlich sein: Plakate im Schaufenster und anderen Anschlagtafeln, Flugblätter, Anmeldeformulare verschicken, Werbespots, T-Shirts, Presseaussendungen, Mundpropaganda, Aufkleber, Transparente, Informationsabende mit Dia- Show, Pfarrblatt, letztjährige erfolgreiche Veranstaltung (Erinnerungen). (Radio und TV), Videoclips, ...
  • Zu beachten
  • Markenzeichen - Logo immer verwenden; Zielgruppe klar definieren; Sponsoren suchen, falls die Geldmittel knapp sind.
  • Aufmerksamkeit erregen durch
  • originelle und einfallsreiche Ideen (z.B. bunt gestaltete Plakate; verkleidete Kinder, die in der Fußgängerzone Plakate verteilen, und so auf das Lager aufmerksam machen).
  • Und während und nach dem Lager?
  • Anhand einer selbst zusammengestellten Lagerzeitung können die Kinder ihre Eindrücke und Erlebnisse auf Papier bringen. Die Lagerzeitung kann dann bei einem Nachtreffen gekoppelt mit einer Dia- Show einen sehr guten Einblick in den Lageralltag geben. Die Lagerzeitung kann für die kommenden Lager als geeignetes Werbemittel eingesetzt werden.

Die beste Werbung ist immer die Mundwerbung. Hat den Kindern das Lager gefallen, werden sie bestimmt nächstes Jahr wiederkommen und Freunde und Freundinnen mitnehmen.

Lukas

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