Verletzungen

Wunden

Verletzungen der Haut sind Verletzungen der Schutzhülle unseres Körpers. Sie sind meist mit einer mehr oder weniger starken Blutung verbunden.
Das Ausmaß der Verletzungstiefe läßt sich nicht immer sofort und im gesamten Umfang abschätzen. Nach der Art der Gewalteinwirkung und nach Erscheinungsbild der Wunden unterscheidet man grob:

  • Schürfwunden (oberflächlich)
  • Schnittwunden und Stichwunden (glatte Hautränder)
  • Platzwunde (unregelmäßige Wundränder, meist starke Blutung)
  • Rißquetschwunden (unregelmäßige Wundränder, geringe Blutung)
  • Brandwunden (Rötung bzw, Blasen, Schorf)
  • Kälteschäden (Schweregrad erst im Krankenhaus erkennbar)
  • Fremdkörper, Pfählungsverletzung

Folgen von Wunden

  • Blutung (mehr oder weniger ausgeprägt)
  • Schmerz (eventuell erst nach einiger Zeit)
  • Infektion (bei Verunreinigung und verzögerter Versorgung)

Behandlung der Wunden

Erste Hilfe Maßnahmen

  • Nicht mit Fingern berühren
  • Keinen Alkohol auf die Wunde, nur geeignete Desinfektionsmittel verwenden
  • Nicht mit Wasser auswaschen
  • Keine Salben, blutstillende Watte und Puderverbände
  • Innerhalb von 6 Stunden zum Arzt, damit ein Wundverschluß durch Naht durchgeführt werden kann
  • Wunde steril abdecken

Fremdkörper

  • nicht entfernen, sonst Blutungsgefahr
  • evtl. Fremdkörper kürzen, evtl. durch Feuerwehr (z.B. Eisenstange, Holzlatte)
  • polstern
  • steril abdecken
  • Notruf 118 bei Pfählungsverletzungen
  • Notarztindikation

Nasenbluten

  • leicht vornübergebeugt sitzen
  • nicht schlucken
  • Nasenflügel für 10 - 20 Minuten zusammenpressen
  • ruhig durch den Mund atmen
  • nach 20 Minuten nicht schneuzen
  • wenn keine Blutstillung Arzt aufsuchen

Psychische Hilfe

Psychische Hilfe ist eine wichtige Maßnahme durch den Augenzeugen. Durch persönliche Zuwendung, indem man sich um die Sorgen und Ängste des Verletzten kümmert, durch Information über laufende Rettungsmaßnahmen, durch leichten Körperkontakt und durch Gespräche und Zuhören wird eine Erleichterung der Lage des Patienten angestrebt. Schaulustige sollen abgehalten werden.

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