Bienen- und Wespenstiche

Auch wenn ca. 30% der Bevölkerung jährlich von Bienen oder Wespen einmal gestochen werden, reagieren nur ca. 0,4 - 4% der Bevölkerung auf einen Bienen- oder Wespenstich mit einer allgemeinen Reaktion. Werden Personen, die früher schon durch Bienenstiche sensibilisiert wurden (d.h. das Abwehrsystem des Körpers hat sich das Insektengift "gemerkt"), erneut von einer Biene gestochen, kann eine allergische Reaktion auftreten, die sich stufenweise bis zum allergischen Schock entwickeln kann.

Erscheinungsbild

  • Rötung, Schwellung, Rest des Stachels
  • Die allergische Reaktion beginnt unmittelbar nach dem Stich und kann auf jeder Stufe stehenbleiben oder sich rasch bis zum Vollbild des allergischen Schocks weiterentwickeln. Je rascher die Entwicklung, um so gravierender die allergische Reaktion.
  • Schweregrad 1: leichte Haut/Allgemeinreaktion: Rötung, Schwellung, Übelkeit, Erbrechen
  • Schweregrad 2: Blutdruckabfall, schneller Puls, generalisierte Hautschwellung
  • Schweregrad 3: Blässe, blaue Lippen, Atemnot, sehr niedriger Blutdruck, langsamer Puls, Bewusstseinstrübung, Krampfanfälle
  • Schweregrad 4: schwerer Schock, Herzkreislaufstillstand
  • Bei Stichen im Mund kann rasch Atemnot auftreten

Erste Hilfe

  • Mit Pinzette Stachel entfernen (Giftsack nicht ausquetschen!)
  • An Armen oder Beinen oberhalb des Stiches stauen um den Lymphabfluss zu vermindern (z.B. mit Taschentuch)
  • kalte Umschläge und Eis
  • Zur Erleichterung der Atmung Oberkörper hochlagern
  • Im Schock Schocklagerung
  • Bei Bewusstseinsverlust: stabile Seitenlagerung evtl. mit Schocklagerung kombiniert.
  • Im Mund: akute Erstickungsgefahr - Eiswürfel lutschen lassen - evtl. beatmen
  • nicht an der Stichwunde herumkratzen
  • Salmiakgeist oder konzentrierte Zuckerlösung auf die Einstichstelle streichen
 

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