Komm herab, o Heilger Geist...

Betrachtung zur Pfingstsequenz

Personen: (ab 23) 5 Sprecher
6 Pantomimengruppen A - F
Spieldauer: ca. 8 Minuten
Material: Bunte Bänder, die die Minien während des Spiels als Zeichen der Verbundenheit aneinanderknüpfen.
1: An Christi Himmelfahrt haben wir gebetet: Gott, schicke uns den Beistand. Schicke uns deinen Heiligen Geist. Er gibt uns Mut, die Botschaft Jesu zu verkünden.
2: Ich bin ganz ehrlich: Mit dem Heiligen Geist kann ich nichts anfangen.
3: Jesus konnte man sehen. Von ihm wissen wir einiges. Er hat uns auch von Gott erzählt.
4: Er hat gesagt: Wer mich sieht, wer mich miterlebt, der weiß auch etwas über Gott.
1: Und auch über den Heiligen Geist wissen wir etwas von Jesu.
4: Das ist mir noch nie so richtig aufgefallen.
5: Der Heilige Geist ist nach Jesus gekommen.
2: Das verstehe ich nicht mehr!
1: Solange Jesus unter den Menschen war, erlebten sie Gottes Freundschaft durch ihn.
3: Und heute?
5: Das ist es ja eben: Heute erleben wir die Freundschaft Gottes auch. Denn der Heilige Geist ist in uns.
1: Gott verschenkt sich an die Menschen. Das ist der Heilige Geist. 2: Wie wirkt er denn, der Heilige Geist?
5: Davon erzählt ein ganz altes Lied: (Orgelspiel der Melodie Kölner GL 871 oder GL 244,1. Teil. Die Strophen werden immer nur mit der Melodie des 1. Teils gesungen. Die Gedanken, die dazwischen von den Kindern gesprochen werden, können mit dem 2. Teil der Melodie ganz leise untermalt werden.)
A: Komm herab, o Heilger Geist, der die finstere Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt! (Während der Strophe die Pantomime der Gruppe A: Ein Verzweifelter ohne Ausweg klagt, in sich zusammengesunken, gebeugt. Ein Zweiterkommt, weist nach oben, macht ein Symbol für Licht, für eine große Sonne. Der Verzweifelte blickt nach oben, erhebt sich und strahlt, freut sich.)
1: Komm, Heiliger Geist, zu den Menschen, die verzweifelt sind, die keinen Ausweg mehr sehen. Gott, schenke dich diesen Menschen.
A: Komm, der alle Armen liebt; komm, der gute Gaben gibt; komm, der jedes Herz erhellt. (Pantomime der Gruppe B: Eine Gemeinschaft geht zusammen einen Weg. Plötzlich reißt sich einer los. Er will alleine gehen. Die anderen bitten ihn, weiter mitzugehen. Er weist ab. Mit euch will ich nichts zu tun haben. Ergeht ein Stück alleine. Dann stockt er, hält Ausschau nach den anderen, bleibt dann mit weit geöffneten Händen - bittend - stehen.)
2: Komm, Heiliger Geist, zu allen Menschen, die meinen, genauso groß zu sein wie Gott. Komm zu denen, die meinen, ohne dich leben zu können. Gott, schenk dich uns. Wir sind arm vor dir.
A: In der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu, spendest Trost in Leid und Not. (Pantomime der Gruppe C: Einer geht ständig umher, tut immer etwas. Verbissener Gesichtausdruck. Versucht, einen Augenblick stillzustehen. Gelingt aber nicht, zappelt wieder weiter. Wird dann plötzlich ruhig, gelöst, lächelt. - Einer weint und wird getröstet.)
3: Komm, Heiliger Geist. Wir brauchen manchmal Ruhe. Wir sind dann erschöpft, ganz müde, ganz aufgedreht! Schenke uns Zeit der Ruhe, damit wir zu uns finden. Komm auch, Heiliger Geist, wenn wir traurig sind. Gott, schenk dich uns, damit wir nicht alleine sind.
A: Was befleckt ist, wasche rein. Dürrem gieße Leben ein. Heile du, wo Krankheit quält. (Pantomime der Gruppe D: Einer steht etwas abseits von anderen. Die anderen zeigen Vögelchen; abweisende, wegwerfende Handbewegungen. Der andere verdeckt dann immer sein Gesicht.)
4: Komm, Heiliger Geist. Wir machen oft andere schlecht. Wir bewerfen sie mit unseren Worten. (Pantomime der Gruppe E: Schöne Bäume, die allmählich absterben und die Äste hängen lassen, wachen wieder auf und entfalten sich allmählich zu neuem Leben.)
5: Komm, Heiliger Geist! Muntere uns wieder auf, wenn wir im Glauben an dich müde werden. Laß unsere Freundschaft mit dir nicht eintrocknen.
A: Wärme du, was kalt und hart. Löse, was in sich erstarrt. Lenke, was den Weg verfehlt. (Pantomime der Gruppe F:Alle stehen ganz steif da, lassen sich von einem anderen Spieler nurwie Gliederpuppen bewegen. Dann kommt einer und rührt sie an, und sie sind wieder elastisch und normal.)
1: Komm, Heilger Geist, mach uns lebendig, damit wir diese frohe Botschaft weitersagen können. Laß uns immer wieder neue Wege finden. Führe uns deinen Weg, den Weg zu den Menschen. Mit ihnen wollen wir die frohen und traurigen Stunden zusammen erleben.
2: Gott, verschenke dich an uns Menschen. (Die Gruppen stellen noch jeweils für sich im Chorraum. Sie knüpfen ihre bunten Bänder zusammen und halten sich daran fest. Einer aus jeder Gruppe spricht zum Schluß je einen Satz.)
A: Wir haben den Heiligen Geist. Uns hat er sein Licht geschenkt.
6: Nein, wir haben den Heiligen Geist. Wir wissen, daß wir klein sind vor Gott!
C: Was redet ihr! Wir haben den Heiligen Geist! Uns schenkt er Ruhe. Uns tröstet er, wenn wir traurig sind.
D: Bei uns ist der Heilige Geist. Wir haben gelernt, anderen nichts Böses an den Kopf zu werfen. E: und den Mutlosen Freude zu bringen.
F: Nein, allein bei uns ist der Heilige Geist. Er ruft uns auf seinen Weg. Wir suchen ihn in allem, was wir Menschen tun.
3: Wo ist der Heilige Geist nun?
A: (Sprecher der Gruppen durcheinander) Hier!
5: Hört doch einen Abschnitt aus der Heiligen Schrift. Er sagt uns, wo der Heilige Geist ist.
1: Wir haben alle den einen Heiligen Geist. So verschieden wir sind, so verschieden können wir den Heiligen Geist erleben:
2: Er führt uns alle zusammen.
3: Wir sind alle die große Familie der Freunde Gottes.
4: Allen zusammen ist der Heilige Geist geschenkt.
5: Wir alle sind zusammen eingeladen, das Dankgebet mit unserem Gott zu feiern. (Alle Gruppen knüpfen ihre Bänder zusammen und stellen sich damit um den Altar.)
  Ende