Nachtaktionen für die größeren

Heulbojen

  • Ab 8 Personen
  • Zeit: unbegrenzt
  • Material: Tücher zum Verbinden der Augen

Die Kinder werden in 2 Gruppen geteilt. Eine Gruppe sind die Heulbojen, die anderen sind die Schiffe, die in der dunkeln Nacht an den Heulbojen vorbei in den Hafen finden müsse.
Die Kinder, welche die Schiffe spielen bekommen die Augen verbunden und gehen den Weg lang, immer wenn sie in der Nähe einer Heulboje kommen fängt diese an jämmerlich zu heulen, so weiß das Schiff, dass es die Boje umgehen muss. Links und rechts vom Weg stehst du und Dein Gehilfe und passt auf, dass die Kinder nicht vom Weg abkommen oder in die falsche Richtung laufen.


Blinder Wächter

  • Ab 4 Personen
  • Zeit: unbegrenzt
  • Material: Tücher zum Verbinden der Augen

Dieses Spiel ist am interessantesten auf einem Waldweg.

Zwei Kinder sind die blinden Wächter. Sie bewachen den Eingang zu einem geheimen Ort (der Mottowoche anpassen). Dazu stehen sie in ca. 3-4 Meter Entfernung, mit dem Gesicht zueinander und haben die Augen verbunden.
Alle anderen Kinder versuchen an diesen geheimen Ort zu kommen. Sie müssen nun versuchen so leise zu gehen, dass die beiden Wächter sie nicht hören und sie durch das von den Wächtern gebildete Tor kommen ohne bemerkt zu werden. Hört ein Wächter etwas, muss er STOP rufen und in die Richtung zeigen aus der er ein Geräusch vermutete. Der Spielleiter bestimmt dann ob der Wächter falsch gelegen hat (dann darf das Kind auf dem Weg weiter schleichen) oder ob der Wächter richtig gehört hat. (Dann darf das Kind wieder laut gehen und an einem Punkt hinter den Wächtern leise das restliche Geschehen verfolgen.)


Die versteinerten Riesen (Monster, Drachen...)

  • Ab 4 Personen
  • Zeit: unbegrenzt
  • Material: Tücher zum Verbinden der Augen

Für dieses Spiel muss ein Spielfeld abgegrenzt werden. Wenn möglich sollte sich das Spielfeld aus den örtlichen Gegebenheiten ergeben. Dieses Spielfeld ist der verzauberte Wald. In dem verzauberten Wald stehen versteinerte Riesen. Eines der Kinder muss sich nun in den Wald wagen, um die versteinerten Riesen zu finden. Das Handicap dabei ist, dass dem mutigen Entdecker die Augen verbunden werden. Alle anderen Kinder sind die versteinerten Riesen. Sie verteilen sich im Zauberwald, suchen sich eine Stelle aus und müssen dort stehen bleiben. Kommt nun der Entdecker, dürfen sich die versteinerten Riesen auf jegliche Art bewegen und verbiegen, damit der Entdecker sie nicht berührt. Dabei dürfen sie aber auf keinen Fall ihre Füße von der Stelle bewegen. Findet (berührt) der Entdecker einen Riesen geht er aus dem Zauberwald heraus. Das Spiel endet, wenn der letzte Riese gefunden wurde.

Der Spielleiter muss darauf achten, dass der Entdecker nicht aus dem abgesteckten Zauberwald läuft. (Er kann die Begrenzung ja nicht sehen.) Die gefundenen Riesen können dem Spielleiter dabei helfen.

Rasselbande

  • Ab 1 Person
  • Zeit: unbegrenzt
  • Material: 1 lauter Wecker pro Spion, Taschenlampen etc.

Beschreibung Nachtgeländespiel: Jede Gruppe muss alle Spione aufspüren, die alle 3 - 5 Minuten Rasselgeräusche von sich geben.

Man kann eine Geschichte als Einleitung erzählen z.B. dass eine Gruppe Spione das Geheimnis des Lagers ausgekundschaftet hat. Oder man klaut die Fahne und erst, wenn alle Spione gefangen sind, kann man die Karte zusammensetzen, die zur Fahne führt. (Kreativ sein!). Auf jeden Fall müssen diese Spione gefangen werden. Sie sind durch nichts zu erkennen, außer dass sie einen Wecker bei sich tragen, der alle 3-5 Minuten laut klingelt. Spielablauf: Die Spione verteilen sich auf dem Gelände. Man teilt die Kids in 3er-Gruppen ein. Jede Gruppe bekommt einen Laufzettel. Alle 3-5 Minuten klingeln die Spione mit ihrem Wecker. Fängt eine Gruppe einen der Spione, so stempelt (oder unterschreiben) dieser den Laufzettel der Gruppe. Das Ende des Spieles wird durch ein eindeutiges Signal bekannt gegeben (z.B. Schuss aus einer Signalpistole o.ä.). Sieger ist die Gruppe mit den meisten Punkten, oder diejenige Gruppe, die zuerst alle Spione erwischt hat.


Taststraße

  • Ab 4 Personen
  • Zeit: unbegrenzt
  • Material: Kordel, Materialien aus der Umwelt und aus dem täglichen Gebrauch. Tücher zum Verbinden der Augen

Aufbau der Taststraße: Zunächst werden verschiedene Gegenstände gesammelt (Tannenzapfen, Schilf, Schere, Taucherbrille, Stofftier, Ast...). Dann muss ein Terrain gesucht werden, auf dem die Möglichkeit besteht eine Kordel stramm zu spannen. (z.B. mehrere Bäume die in einer Reihe/einem Kreis stehen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Untergrund eben ist und keine Stolperfallen aufweist und keine Äste in die Taststraße hinein ragen. Die Kordel sollte auf Brusthöhe (der Kinder) gespannt werden. An diese Kordel werden die gesammelten Gegenstände gehängt. (Abstand ca. 1-2 Meter.)

Durchführung: In einem gewissen Abstand zur Taststraße sammeln sich die Kinder. Dort wird ihnen erklärt, dass sie nun mit verbundenen Augen einzeln an die Taststraße herangeführt werden, sie dann die Taststraße entlang gehen und versuchen sollen, die einzelnen Gegenstände durch Tasten zu erkennen. Am Ende der Taststraße werden sie von einem Spielleiter in Empfang genommen. Dort warten sie bis alle Kinder die Taststraße absolviert haben. Ist dies der Fall, wird erzählt, was jeder einzelne ertastet hat.
Bei diesem Spiel sollte absolute Ruhe herrschen, damit sich die Kinder ganz auf das Ertasten der Gegenstände konzentrieren können.

P.S. Nicht vergessen die Taststraße wieder abzubauen.


Weitererzählgeschichte

Der Erzähler/ Spielleiter hat einen Erzählstein (oder Knete) und macht die Einleitung für eine Geschichte. Z.B. Vor vielen Jahren war ich schon mal mit meinem Freund Tom hier. Wir wollten eigentlich ins Hotel, aber da es ein warmer Sommerabend war, beschlossen wir am Strand zu übernachten. Wir hatten es uns schön gemütlich gemacht. Tom kam auf die gute Idee unsere Getränke zum kühlen ans Wasser zu bringen. Ich blieb inzwischen an unseren Platz und betrachtete die Sterne. Plötzlich hörte ich ein leises Wimmern. Tom war noch nicht zurück und ich wollte auf ihn warten, bevor ich das Geräusch genauer untersuche wollte. Das Wimmern wurde immer lauter und von Tom fehlte jede Spur. Langsam wurde mir etwas unheimlich zumute. Ich stand auf und ging nun auch in Richtung Wasser, um Tom zu suchen. Und dann...

Dann gibt der Erzähler den Stein weiter, das Kind das nun den Stein hat, erzählt die Geschichte weiter, und gibt anschließend den Stein weiter an das nächste Kind, so bis alle Kinder an der Geschichte miterzählt haben.
Ihr werdet staunen was für fantasievolle Ideen eure Kinder haben.

Barbara Mathá

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