Verschiedene Faschingsspiele

Die Faschingsjagd

Zwei Burschen versuchen sich so zu verkleiden, dass sie von niemandem erkannt werden. Manchmal stellen sie den Sommer und den Winter dar, manchmal sind es Masken, die für die Gegend typisch sind, Schellennarren oder Strohmänner. Sie sind auf jeden Fall mit Ruten und Reisern bewaffnet, werden von den Kindern umringt, gejagt und geneckt, dürfen sich mit Rutenstreichen wehren und stellen alles nur erdenkliche an, um nicht erkannt zu werden. Sie müssen versuchen, so lange wie möglich in ihren Vermummungen herumzulaufen und dann - wie spurlos - zu verschwinden. Gelingt es nämlich einem Mädchen oder einem Kind, die Verkleideten zu erkennen, so erhalten diese einmal alle Streiche zurück, die sie ausgeteilt haben.

Die wandernde Karawane

Die wandernde Karawane wurde im Haus und im Dorf gespielt: die Kinder verkleiden sich als Menagerie, als Kamel, Bär oder als Löwe und ziehen durch die Gassen. Überall machen sie so viele Kunststücke, wie sie zustandebringen und sammeln danach natürlich Faschingslrapfen oder Geldstücke ein.
 

Nebelhorn

Ein paar Kinder spielen ein Schiff und stellen sich in eine Ecke des Raumes. Da es auf der See sehr neblig ist, schließen die Kinder die Augen. Sie müssen sich beim EInlaufen in den Hafen auf die Nebelhörner verlassen, die von den anderen Kindern gespielt werden. Nachdem die "Schiffkinder" die Augen geschlossen haben, vereinbaren die "Nebelhornkinder", an welchem Punkt des Raumes der Hafen sein soll. Dann beginnen sie wie die Nebelhörner zu tuten. Das Schiff bewegt sich immer langsam in die Richtung, aus der die Töne zu hören sind. So soll das Schiff den Weg in den Hafen finden. Es wird also nötig sein, dass sich die Nebelhornkinder den Weg für das Schiff so aussuchen, dass er für die anderen nicht zu schwer ist (Eventuelle Riffs oder Felsbrocken im Wasser müssen ja umschifft werden). Werden die Schiffkinder absichtlich irregeführt, muss der Spielleier natürlich eingreifen.

Aufstand

Jeweils zwei Kinder sitzen Rücken an Rücken auf dem Boden und hängen ihre Arme ineinander. Auf ein Zeichen hin, das sie sich vorher ausmachen, versuchen sie aufzustehen, indem sie ihre Rücken aneinanderpressen und sich gleichzeitig aufrichten. Haben das zwei Kinder geschafft, suchen sie sich ein weiteres Paar, das ebenfalls schon steht. Nun sitzen sie in Zweierreihen Rücken an Rücken auf dem Boden und versuchen aufzustehen. haben es diese vier Kinder geschafft, suche nsie sich weitere vier. das geht so lange weiter, bis schließlich die ganze Gruppe in zwei reihen ist und gemeinsam versucht aufzustehen.
 

Tausendfüssler

Die Gruppe stellt sich Rücken an Rücken in zwei Reihen auf. Dann macht eine Reihe einen Schritt zur Seite, sodaß jedes Kind zwei Mitspielende seitlich hinter sich hat. Jeder beugt sich nach vorn, kreuzt seine Hände zwischen seinen Füßen und faßt die Hände der beiden Gegenüber. So ist jedes Kind mit zwei Kindern aus der anderen Reihe verbunden - außer die Kinder an den Enden der Reihen. Dann setzt sich der Tausendfüssler in Bewegung, indem jedes Kind kleine Schritte seitwärts macht. Die Richtung, die eingeschlagen werden soll, wird vorher ausgemacht.

Langsatz

Die Kinder sitzen im Kreis. Sie sollen gemeinsam einen sehr langen Satz bilden. Ein Kind beginnt und sagt ein Wort, z.B. "Der". Das nächste Kind setzt nun den begonnenen Satz mit einem weiteren Wort fort, z.b. "Der Tisch". So geht es reihum. Wenn der Satz schon so lange ist, daß man seinen Inhalt nicht mehr erkennen kann, soll er abgeschlossen werden. Dann wird mit einem neuen Satz begonnen. Spielt die Gruppe dieses Spiel öfter, kann sie feststellen, welcher der längste verständliche Satz ist. Die Kinder können sich auch zum Ziel setzen, in möglichst kurzer Zeit einen sehr langen Satz zu bilden.

Das brauchst du!

In der Mitte liegen zwei Zettelstapel. Auf den Zetteln des einen Stapels stehen die Namen der Mitspieler. Auf den anderen Zetteln stehen lauter verrückte oder irreale Dinge, z.B.: "23 Pinguine", "eine grüne Rose", "3 Tonnen Glück", "2 Tuben Traurigkeit", "Die ersten drei Zeilen eines Beatles-Songs" usw. Bei 5 Spielern werden 5x5 solche Zettel benötigt, bei acht Spielern 8x8 etc. dabei dürfen einige Dinge auch doppelt vorkommen.
Ein Namenszettel wird von dem Stapel genommen und vorgelesen. Jedes Kind zieht nun einen Antwortzettel und soll das Kind, dessen Namen aufgedeckt wurde, überzeugen, dass die gezogene Antwort genau das ist, was es braucht. Hat sich das Kind alle Angebote und Argumente angehört, gibt es bekannt, was es am meisten überzeugt hat.
  • Wenn sich einige Kinder beim Argumentieren schwer tun, versuchen jeweils zwei Kinder gemeinsam von ihrer Sache zu überzeugen.
  • Auch wenn es sich um eine "unsinnige" Überzeugung handelt, üben die Kinder dennoch, Argumente für eine Sache zu (er)finden und diese zu vertreten.
  • ab 11 Jahren geeignet, bzw. man kennt seine Gruppe ja ...

Schaufensterdekoration

Die Kinder machen sich gemeinsam aus, was für eine Art von Schaufenster sie miteinander darstellen wollen. Dann werden verschiedene Rollen verteilt. Manche Kinder stellen Puppen dar, ein oder zwei Kinder sind die Dekorateure. Nun wird das Schaufenster zusammengestellt, bis es allen Mitspielenden gefällt. (Ein besonderer Abschluss des Spieles wäre es, das Schaufenster zu fotographieren.)
  • Der Spielleiter soll darauf achten, dass kein Kind zu lange in einer unangenehmen Stellung bleiben muß
  • Die Schaufensterpuppen und Gegenstände beginnen ein Gespräch miteinander
  • Verkleidungsmaterial und Spielgegenstände

Figuren reissen

Jedes Kind erhält ein Blatt Papier im Format A3. Es reißt ein Stück davon ab und gibt dann das Blatt seinem rechten Nachbarn weiter. Jedes Kind soll beim Abreissen versuchen, dem Papier eine bestimmte Gestalt zu geben (z.B. die eines Tieres). Wenn ein Kind meint, daß seine Figur fertig ist, legt es sie in die Mitte. Das Spiel endet, wenn alle Figuren in der Mitte liegen. Dort können sie auf schwarzes Naturpapier aufgeklebt und eventuell bemalt werden.

Wechselgeschichte

Jedes Kind bekommt ein Blatt papier im Format A3 und einen Buntstift. Auf dem Blatt sind im Abstand von etwa 3-5cm Linien gezogen (je jünger die Kinder sind, desto grösser sollen die Abstände sein). Jedes Kind schreibt nun einen Satz, und zwar so, dass die anderen nicht sehen was es schreibt. Dann werden die Blätter an den linken Nachbarn weitergegeben. Jedes Kind liest nun den erhaltenen Satz und versucht, diesen durch eine (einfache) )Zeichnung in der nächsten Reihe darzustellen. Ist es mit der Zeichnung fertig, faltet es die oberste Reihe nach hinten um und gibt das Blatt wieder an den linken Nachbarn weiter. Jedes Kind hat nun also eine zeichnung vor sich liegen. Es soll das Dargestellte in einen Satz fassen, den es in die nächste Zeile schreibt. Die beschriebene Zeichnung wird umgefaltet und das blatt wiederum weitergegeben. Das Spiel endet, wenn jedes Kind das Blatt, das es zu Beginn hatte, zurück hat. Die Blätter werden aufgefaltet und einander präsentiert.
  • Bis 10 Kinder geeignet

Regen

Alle sitzen im Kreis und schließen die Augen. Durch die Abfolge verschiedener Bewegungen soll nun das Geräusch des Regens nachgemacht werden. Der Spielleiter beginnt, seine Handflächen aneinander zu reiben. Nimmt das links neben ihm sitzende Kind dieses Geräusch wahr, reibt es ebenfalls seine Handflächen aneinander. So geht das Geräusch durch die ganze Runde bis schließlich alle die Hände aneinander reiben. Eine Bewegung wird jeweils dann geändert, wenn sie vom Nachbarn wahrgenommen wurde. Es ist also sinnvoll, wenn die Spieler versuchen, ihre Bewegung möglichst nahe beim Ohr ihres linken Nachbarn zu machen, bis dieser den Impuls aufgenommen hat. Nach dem Händereiben wird mit den Fingern geschnippt, dann geklatscht. Danach wird mit den Händen auf die Oberschenkel und zuletzt mit den Füßen auf den Boden getrommelt. In der entgegengesetzten Reihenfolge nimmt der Regen wieder ab, bis es wieder ganz ruhig ist.
  • Für dieses Spiel muß eine ruhige Atmosphäre vorhanden sein
  • Für sehr junge Kinder wird es zu schwierig sein, so lange Ruhe zu bewahren
  • Vielleicht ist es besser das Geräusch erst dann zu wechseln, wenn der halbe/ganze Kreis (je nach Größe) das selbe Geräusch macht.

Der unsichtbare Gegenstand

Ein Kind beschreibt den anderen Kindern durch Gestik und Mimik einen Gegenstand. Glaubt ein Kind den betreffenden Gegnstand erraten zu haben, flüstert es dem "Vorzeigerkind" seine Vermutung ins Ohr. Ist die Vermutung richtig, hilft es bei der Darstellung. So machen es auch die anderen Kinder bis alle den Gegenstand erraten haben.
  • wenn ein Kind sehr lange braucht, um den gegenstand zu erraten, soll ihm mit Worten geholfen werden.
  • Spotten die Kinder über ein anderes, das den Gegenstand nicht erraten kann, muß der Spielleiter sofort reagieren.

Rückenpost

Die Kinder sitzen in gleicher Blickrichtung hintereinander auf dem Boden. das Kind am ende der reihe zeichnet auf einen Zettel eine einfache Zeichnung. Diesen Zettel legt es verdeckt neben sich auf den Boden. Dann zeichnet es diese zeichnung mit dem Finger auf den Rücken des vor ihm sitzenden Kindes. Dieses Kind versucht zu erkennen, was die zeichnung darstellt und zeichnet seinerseits das Erkannte auf den Rücken des vor ihm sitzenden Kindes. Es darf dabei aber keine Rückfragen an das vorige Kind stellen, lediglich eine Wiederholung der Zeichnung ist erlabut. ist die Zeichnung beim ersten Kind der Reihe angelangt, zeichnet dieses die auf seinen Rücken gezeichnete Form auf einen Zettel. Nun wird verglichen, wie viel die Ursprungszeichnung mit der zweiten Zeichnung gemeinsam hat.
  • Wenn das Spiel zum ersten mal gespielt wird, sollten wirklich sehr einfache Formen gezeichnet werden
  • Zettel, Schreibzeug
  • bis 10 Kinder geeignet

Kim

In diesem Spiel steht der Gebrauch der Sinne im Vordergrund. Es gibt verschiedene Spielaufgaben:
  • schauen: Die Kinder betrachten eine Minute lang Gegenstände, die auf einem Tisch liegen. Dann schließen sie kurz die Augen und der Spielleiter verändert etwas an den Gegenständen. Die Kinder sollen herausfinden, was verändert wurde.
  • tasten: Unter einem Tuch liegen einige Gegenstände. Durch Tasten sollen die Kinder herausfinden, um welche Gegenstände es sich handelt
  • riechen und schmecken: Mit geschlossenen Augen sollen die Kinder Speisen und Getränke an ihrem Geruch und Geschmack erkennen. Für das Erkennen durch Riechen können auch nicht eßbare Dinge verwendet werden.

Stille Post

Obwohl es eigentlich jeder kennen sollte: Die Kinder sitzen im Kreis. Eines flüstert seinem linken Nachbarn ein Wort ins Ohr. Dieser flüstert seinerseits das. was er verstanden hat, dem nächsten Kind in dessen Ohr. ist das Wort wieder bei seinem Ausgangspunkt angelangt, wird es laut gesagt und mit dem ursprünglichen Wort verglichen.

Ballons in die Luft

Den Kindern stehen ein paar Ballons zur Verfügung. Die Aufgabe ist es, sich so im Raum zu bewegen, daß immer alle Ballons in der Luft sind. Sollte ein Ballon auf den Boden fallen, macht die Gruppe eine Aktion, die sie sich vorher ausgemacht hat (z.B. ein Lied singen, über einen Stuhl steigen). Ist die Aktion durchgeführt, werden wieder alle Ballons in die Luft geworfen.
  • Nach jeder Spielphase wird ein zusätzlicher Ballon ins Spiel gebracht. Die Gruppe schaut, bei wievielen Ballons sie es schafft, sich so zu bewegen, daß noch immer kein Ballon den Boden berührt.

Raubtierfütterung

Die Kinder stehen im Kreis und haben vom Spielleiter verschiedene Tiernamen ins Ohr gesagt bekommen. Dieser erzählt nun eine Geschichte, in der diese Tiere eine Rolle spielen. Zuvor allerdings legt der Spielleiter einige Bonbons in die Mitte des Kreises. Wird nun der Name eines Tieres genannt, so stürzen sich alle betroffenen auf die Bonbons. Nach einer zweiten oder dritten Runde schließlich sagt der Spielleiter allen Mitspielern den gleichen Namen ("Affe"). Kommt dieser dann in der Geschichte vor, wird es ein fürchterliches Tohuwabohu geben, da sich alle in die Mitte stürzen.
  • Ist die Gruppe sehr groß oder rauflustig, kann man auf dieses Spiel unter Umständen auch verzichten ...

Sommersprossen

Mit Hilfe einer Wasserschüssel will der Spielleiter erläutern, wie durch bestimmte physikalische Gesetze Sommersprossen entstehen können. Dazu braucht er einen Freiwilligen, der bereit ist, sich auf seine Ausführungen einzulassen. Es ist nämlich so, daß die Lichtstrahlen in einem ganz bestimmten Winkel einfallen, die farben zerlegt werden, ... um das genau zu erkennen, muß man natürlich ganz nahe an die Schale heran. In diesem Moment schlägt der Spielleiter mit der flachen hand einmal kräftig ins Wasser.

Onkel aus Amerika

Du sitzt in der Mitte (auf dem Boden) und die Kinder sitzen im Kreis um dich herum. Du beginnst zu erzählen: "Mein Onkel aus Amerika hat mich besucht. Er hat mir auch was mitgebracht. Einen Nicki hat er mir mitgebracht." Bei dem Wort "Nicki" nickst du und die Kinder sollen es nachmachen. Es folgen
  • Ein Schnippi (Nicken und mit den Fingern schnippen)
  • Ein Trilli (Nicken, mit den Fingern schnippen und die Zunge herausstrecken)
  • Ein Wippi (Nicken, mit der rechten Hand schnippen, Zunge rausstrecken und mit der linken Hand wippen)
  • Ein Hopsi (zusätzlich hüpfen/hopsen)
  • Ein Dralli (zusätzlich den Kopf drehen)
Das Spiel kann mit dem Satz: "Und wisst ihr was das war? - Das war die Aufnahmeprüfung ins Irrenhaus!" beenden.
  • Erfordert "etwas" Kondition"

Ballonlauf

Die Kinder legen eine bestimmte Strecke möglichst schnell zurück. Sie haben mit Wasser gefüllte Ballons an ihre Knöchel gebunden. Es geht darum, möglichst wenige Luftballons beim Laufen zerplatzen zu lassen.

Kostenlose Gesichtsmassage

GummigesichtDie hälfte der Anwesenden nimmt daran teil, die anderen sitzen nebeneinander und bekommen einen (Büro)Gummiring,Gummigesichtden sie sich wie folgt auflegen: um den Hinterkopf, unter die Ohrläppchen, vorne über die Wange, zwischen Nase und Oberlippe. Alle fangen gemeinsam an, ohne Zuhilfenahme der Hände, den Gummi loszuwerden, d.h., er soll zum Hals befördert werden. Haben die Zuschauer lange genug gelacht, kommen sie dran.

Platzwart

Im Raum verteilt stehen einige Sessel, und zwar genau um eineen weniger, als Kinder mitspielen. Alle Kinder bis auf eines sitzen auf einem Sessel. Das Kind, das auf keinem Sessel sitzt, ist der Platzwart. Es geht zu einigen Sesseln und fordert die dort sitzenden Kinder auf, ihm zu folgen. In der Hand hat der Platzwart einen Sack Zuckerln. Diese verteilt er an die kinder, die ihm folgen. Läßt der Platzwart seinen Sack fallen, suchen sich alle schnell einen freien Sessel. Wer keinen Sessel findet, ist der neue Platzwart.
  • Wenn der Spielleiter Platzwart ist, soll er vor allem jene "mitnehmen", die sonst nicht von ihren Plätzen geholt werden.
  • Ab 9 Kindern geeignet

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