Es war einmal ein kleiner Apfelkern. Der wollte so gerne wachsen, lag aber in der Erde und wußte gar nicht, wie er es anstellen sollte, groß zu werden.
Eines Tages aber, da hörte er eine Stimme, die sprach zu ihm: "Kleiner Kern, ich will dir helfen zu wachsen. Die Zeit ist nun reif dazu. Ich bin Mutter Erde in der du wohnst und die dir Kraft gibt! Trinke den Regen, der bald kommen wird!" Und als der Regen kam und in den Boden sickerte, trank der kleine Kern soviel er konnte. Jetzt war er prall und dick. Oberhalb der Erde schien die Sonne und wärmte den Boden. So kam die Wärme auch zu unserem Kern. Wohlig war es ihm zumute. Da plötzlich knackte es ein wenig und es spitzte der kleine Kern hervor. Er streckte und reckte sich, bis er aus der Erde herauswuchs. Wie staunte der kleine Kern, als er sich plötzlich so verwandelt sah. Er war ein kleines Pflänzchen geworden und spürte die Sonne auf sich scheinen. Von diesem Tag an wuchs er besonders schnell - er wollte ja noch immer größer werden (hier beginnt die Massage an den Füßen). Jeden Tag wuchs er (wir rollen die Äpfel über die Beine, den
Rücken und die Arme. Der Körper stellt nun den wachsenden Baum dar). Das Bäumchen wurde stark und groß (Rücken massieren), es wuchsen ihm Äste (Arme massieren) und es freute sich darüber. Es bekam Blüten und eines Tages hing sogar der erste Apfel an seinem Ast (Apfel in die Hand des Kindes legen. Rollenwechsel).
Kinder bilden Paare, eines liegt auf dem Bauch. Das andere fährt mit der Hand auf dem Rücken des liegenden Kindes "spazieren"
Ein wunderschöner Schmetterling beschließt eines Tages auf Reisen zu gehen. Hier ist es langweilig, denkt er sich, ich möchte mal was erleben! Also macht sich der Schmetterling auf den Weg und fliegt davon. Die Sonne ist gerade aufgegangen und begleitet ihn. Der Schmetterling fliegt über einen hohen Berg, dann über einen dichten Wald mit Laub- und Nadelbäumen. Ach, ist die Welt doch schön, denkt er sich und kommt dann ans Meer. Da ist ja nur Wasser und sonst nichts - doch patsch - was springt den da raus - ein Fisch, ein Delphin taucht runter und springt wieder raus. Hallo Schmetterling, wo fliegst du denn hin? Fragt der Fisch. Ich möchte mir die Welt ansehen, zu Hause ist es so langweilig. Aber wie weit ist es denn bis ich wieder an Land komme? Ein schönes Stück, sagt der Delphin - möchtest du etwas rasten und dich auf meinen Rücken setzen - ich bring dich an Land. Oh, das ist lieb von dir, sagt der Schmetterling. Bald entdecken sie eine Insel, dort angekommen, verabschieden sie sich. Der Schmetterling fliegt langsam über die Insel - Plötzlich hört er ein Zischeln - was ist denn das? - Eine Kobra schlängelt sich über Steine. Das ist aber ein lustiges Tier, denkt sich der Schmetterling und fliegt weiter - da hört er auch schon ein kräftiges Gebrüll - ein Löwe taucht auf. Oh, der sieht aber stark und mächtig aus, ob der auch gefährlich ist, überlegt der Schmetterling. Dann kommt ein großer Vogel, ein Storch auf ihn zu. He du kleines Ding, was machst du denn auf dieser Insel? Ich will mir die Welt anschauen und hier ein wenig bleiben. Es ist Mittagszeit und die Sonne scheint heiß. Ist es hier immer so heiß? fragt der Schmetterling - ich schwitze so, daß sich meine Flügel fast verkleben. Ja, meint der Storch, hier scheint die Sonne den ganzen Tag. Eigentlich habe ich für heute genug gesehen, ich möchte wieder nach Hause, denn diese Hitze halte ich nicht mehr aus. Das trifft sich gut, sagt der Storch, ich fliege auch zurück. So können wir ja gemeinsam heimfliegen. Bis es abend wird, fliegen sie, der Mond ist aufgegangen als sie zu Hause ankommen. Hast du Lust morgen mit mir eine neue Abenteuerreise zu unternehmen? fragt der Schmetterling. Ja gerne, antwortet der Storch, zu zweit ist es viel lustiger, als alleine herumzufliegen; also dann gute Nacht, bis morgen. Der Schmetterling setzt sich auf seine Blume und deckt sich mit einem Blatt zu. Er ist so müde, dass er gleich einschläft und von neuen Abenteuern träumt. - Musik -
Musik
Leg dich bequem auf den Rücken, gib dein ganzes Gewicht dem Boden ab. Die Arme sind schwer, die beine sind schwer, dein ganzer Körper ist schwer. Du atmest tief und fest ein und aus und bist ganz ruhig, ruhig und entspannt. Ich begleite dich jetzt auf deine Phantasiereise - deine Gedanken führen dich dorthin, wo du magst. Schließe deine Augen und mache dich auf den Weg. Es ist dein eigener, persönlicher Weg - breit oder schmal; steinig oder glatt; sieh ihn dir enifach an und geh. Schau, was es ringsherum noch gibt - vielleicht eine Wiese, einen Bach, blumen, einen Wald. Du gehst weiter und findest einen Gegenstand, der dir Kraft schenkt. Schau ihn dir ganz genau an und höre, was er dir sagt: Mit Mut geht's gut! Nimm dir diesen Mutmacher in Gedanken mit und geh deinen Weg wieder zurück.
Nun kannst du dir deinen Mutmacher aus Ton formen - er gehört dirr und sieht so aus, wie du es möchtest du kannst dich dann immer wieder daran erinnern, was er dir gesagt hat: Mit Mut get's gut!
Du bist auf einer wunderschönen Wiese. Mit deinen Füßen läufst du durchs weiche Graß. Ein Stück vor dir entdeckst du einen kleinen Schmetterling der über die bunten Blumen und die Wiese dahin fliegt. "Wenn ich doch auch fliegen könnte! Das muss ein tolles Gefühl sein, wen man in den Himmel hineinflegt, und alles einmal von oben betrachten kann...", träumst du vor dich hin. Da stupst dich von der Seite eine wunderschöne, weiße Wolke an. "Hallo", sagt sie mit einer heilen, zarten Stimme. "Wenn du Lust hast, kannst du es auf mir bequem machen. Dann kannst du so fliegen, wie du es dir gerade gewünscht hast!" Du strahlst vor Freude und kletterst auf die Wolke. Ist das vielleicht weich und kuschelig. Du machst es dir in aller Ruhe gemütlich und kuschelst dich in die Wolke hinein, bis du dich vollkommen wohl und geborgen fühlst. "Startklar?" fragt dich die Wolke.. "Startklar!" antwortest du. Und da hebt sich die Wolke
mit dir ganz sacht und vorsichtig. Immer höher und höher fliegt ihr in den strahlend blauen Himmel hinein. Vollkommen ruhig und entspannt liegst du auf der weichen Wolke. Dein Körper fühlt sich sich angenehm schwer an. Du läßt dir die warmen Strahlen der Sonne auf den Bauch scheinen und genießt das wunderbare Gefühl zu fliegen. Man fühlt sich so frei und unbeschwert hier oben. Alle Sorgen sind im Nu vergessen. Du staunst darüber, wie die Welt von oben aussieht. Und was man alles sehen kann - einfach toll! Eingekuschelt in die Wolke fliegst du über Wiesen und Felder. Über einen Wald. Dann entdeckst du unter dir einen kleinen See. Und viele andere Dinge siehst du auf deiner Wolkenreise.
Schließlich fliegt dich die Wolke nach Hause zurück. Du füjlst dich vollkommen ausgeruht und voller Kraft. "Wenn du wieder einmal Lust auf eine kleine Wolkenreise hast, schließe einfach deine Augen und denke fest an mich! Also, bis bald" sagt die Wolke und fliegt in Richtung Himmel davon.
Katholische Jungschar Südtirol - Ortsgruppe Meran/Untermais