Erste Hilfe
Hundebisse
Haben schlechte Heilungstendenz und erhöhtes Infektionsrisiko
Erste Hilfe
- Desinfektionslösung
- steriler Verband und Ruhigstellung
- Weiterversorgung im Krankenhaus, Tetanusimpfung
- Bei Verdacht auf Tollwut Wunde mit Seifenwasser auswaschen
Schlangenbisse
Schlangenbisse sind eine Rarität und in den Alpen nie tödlich
Kreuzotter, Sandviper, Aspviper gehören zur Familie der Viperae und haben eine ähnliche Giftzusammensetzung. Pro Jahr gibt es in Mitteleuropa mehrere hundert Bißfälle durch Kreuzottern, allein in Deutschland seit 40 Jahren keinen Todesfall mehr. Die Mortalität durch Wespenstiche und Bienenstiche ist bedeutend höher! 20-30% der Gebissenen haben keine Symptome, 60% haben mittelschwere Symptome über 2-4 Tage, 10% aller ins Krankenhaus gelangende Patienten haben schwere, nicht tödliche Vergiftungserscheinungen.
Krankheitszeichen
Kurz nach dem Biss setzt um die
- Bißmarken (2 ca. 11mm auseinanderliegende punktförmige Stichstellen) eine
- Schwellung des Gewebes ein
- Spontanschmerz und
- Schmerz bei Berührung und Bewegung tritt auf
- Die blaurote Schwellung kann sich von der Bissstelle auf die ganze Extremität ausdehnen
Innerhalb der ersten halben Stunde nach dem Biss können
- Allgemeinsymptome wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall auftreten
Bereits als Frühwirkung kann sich ein
- kollapsartiges Zustandsbild mit Benommenheit und Bewußtseinsverlust entwickeln
Tritt nach einer Stunde keine Schwellung auf, wurde kein Gift injiziert oder es war keine Giftschlange
Erste Hilfe
- Patienten und Angehörige beruhigen
- Ruhigstellen der Extremität
- Bandagieren mit elastischer Binde, sodaß noch ein Finger unter die Bandage geht, damit der Gifttransport über Lymphwege und oberflächliche Venen verzögert wird
- Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser oder Tee, außer bei Bewusstlosigkeit
- Patienten nicht aktiv gehen lassen, abtransportieren (Verminderung der Muskeltätigkeit)
- Transport ins Krankenhaus
Nicht mehr empfehlenswert bzw. schädlich
- Antiserumgabe (frühestens im Krankenhaus, Gefahr des allergischen Schocks)
- Kein Ausschneiden, Aussaugen der Bissstelle, nicht Abbinden